Dr. Christian Ehler: "Chancen für Brandenburgs Forschungslandschaft - Industrieausschuss positioniert sich zum nächsten EU-Forschungsrahmenprogramm!"

Der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie hat gestern einstimmig den Bericht zum neuen Forschungsrahmenprogramm "Horizont 2020" angenommen. Das Programm soll für die Jahre 2014 bis 2020 rund 80 Milliarden Euro an Fördergeldern für grenzübergreifende europäische Forschungs- und Innovationsprojekte zur Verfügung stellen. Der brandenburgische Europaabgeordnete Dr. Christian Ehler, der den Bericht für die EVP-Fraktion mitverhandelt und selbst Berichterstatter für die Beteiligungsregeln des neuen Programms ist, erklärte hierzu:


"Das einstimmige Votum des ITRE-Ausschusses gibt uns ein starkes Mandat für die nun folgenden Verhandlungen mit der Kommission und den EUMitgliedstaaten. Kernforderung des Parlaments ist und bleibt eine substantielle Erhöhung des europäischen Forschungsbudgets, wie es von den Staats- und Regierungschefs in der "Europa 2020-Strategie" beschlossen wurde. Dieses Versprechen müssen sie nun erfüllen, denn die momentane Krise macht deutlich, was in Europa in Zukunft anders laufen muss: der europäische Binnenmarkt muss auf forschungs- und innovationsbasiertes Wachstum ausgerichtet werden! Nur so können unsere Unternehmen international wettbewerbsfähig bleiben und neue Arbeitsplätze schaffen!" betont der CDU-Abgeordnete.

"Auch für Brandenburg ergeben sich mit dem Programm ab 2014 wichtige
Chancen auf die Teilnahme an europäischer Spitzenforschung und die damit verbundenen Fördermittel. Brandenburgische Forscher haben sich bislang kaum an den Ausschreibungen beteiligt - nicht zuletzt, weil die Antragstellung bürokratisch und zeitaufwendig war und hiesigen Forschungseinrichtungen oft die Mittel fehlten. Das Parlament hat es sich daher zum Ziel gesetzt, benachteiligten Akteuren die Teilnahme am Programm durch spezielle Fördermaßnahmen zu erleichtern. Neben der massiven Vereinfachung geltender Regeln und der verstärkten Förderung kleinerer Projekte, sollen zukünftig etwa auch Strukturfondmittel beantragt werden können, um Anträge für Forschungsprojekte vorzubereiten. Davon könnten Brandenburgs Universitäten und Forschungseinrichtungen, aber auch die innovativen High-Tech- Unternehmen der Region, massiv profitieren", so Ehler.

"Darüber hinaus habe ich mich persönlich dafür eingesetzt, dass einige für
Brandenburg besonders wichtige Themen in den Ausschreibungen von
"Horizont 2020" verankert werden. So sollen neben der Erforschung der
erneuerbaren Energien auch die Energieeffizienz von Kohlekraftwerken,
Energiespeicherung und Kohlechemie in den Bereich der förderfähigen
Forschungs- und Innovationsvorhaben aufgenommen werden. Doch auch in
anderen Feldern wie der Transport- und Logistikforschung, der Biotechnologie oder auch der Agrarforschung stehen erhebliche Mittel zur Verfügung. Ich hoffe sehr, dass die ansässigen Forschungsakteure diese weitreichenden Chancen nun nutzen", sagte der Forschungspolitiker abschließend.

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