Dr. Christian Ehler zu CCS: "Brandenburg als Innovationsstandort etablieren!"

Die gestrige Entscheidung des Bundestages, den Weg für die Erprobung der CCS- (Carbon Capture and Storage) Technologie bis 2017 freizumachen, wurde von Dr. Christian Ehler, dem stellv. Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament und brandenburgischen Europaabgeordneten, ausdrücklich begrüßt.

"Die seit nunmehr 2009 andauernde Debatte um die Umsetzung der CCS-Richtlinie ist mit der gestrigen Festlegung des Bundestages nun endlich beendet worden. Während andere europäische Staaten längst einen ordentlichen Rechtsrahmen für die Erprobung der Zukunftstechnologie geschaffen haben, hat Deutschland wertvolle Zeit verspielt,
um sich eine Vorreiterrolle im internationalen Wettbewerb zu sichern", sagte Dr. Christian Ehler, der sich als Brandenburger Abgeordneter schon seit Jahren für eine schnelle Markteinführung von CCS einsetzt.

In Bezug auf die hitzig geführte Debatte um mögliche Standorte für CCS-Projekte erklärt der Europapolitiker: "Es standen Gesamtinvestitionen von 1,2 Milliarden Euro auf dem Spiel. Allein die EU will mehr als eine halbe Milliarde Euro an Fördermitteln bereitstellen, u.a. für die Errichtung eines Demonstrationskraftwerkes in Jänschwalde. Gerade für ein Bundesland wie Brandenburg wäre ein Verlust derartiger Investitionssummen nicht hinnehmbar gewesen. Regionale Stimmungsmache und die Verbreitung von Unwahrheiten waren bei einem so wichtigen Thema deshalb absolut fehl am Platz!"

Hinsichtlich der im Gesetz verankerten Ausstiegsklausel erklärte Dr. Christian Ehler: "Die vom Bundestag beschlossene Ausstiegsklausel ist zwar ein schwerer Rückschlag für die Zukunft von CCS in Deutschland. Jedoch birgt sie die Chance für Brandenburg, sich weltweit als Vorreiter in Sachen CCS-Technologie zu positionieren. Wir haben es hier mit einer exportfähigen Zukunftstechnologie und einem wichtigen Beitrag zum globalen Klimaschutz zu tun. Zudem hängt von der Erprobung und Erforschung der CCS-Technologie nicht nur eine gesicherte zukünftige Energieversorgung durch saubere Kohlekraftwerke, sondern auch die Zukunft einer Vielzahl von CO2-intensiven Industriezweigen in Deutschland und weltweit ab. Für Brandenburg ist durch die Entscheidung des Bundestages nun der Weg frei, sich mit der Erforschung der Zukunftstechnologie CCS als Innovationsstandort zu etablieren".

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