Schönwalde: Gedenken an den Mauerbau

Bürgermeister und politische Mandatsträger legten Blumen nieder

 

Zahlreiche Besucher gedenken an die Opfer des Mauerbaus.Foto: Vart

14.08.2009 · SCHÖNWALDE (va) Mit einer Gedenkveranstaltung erinnerten am Donnerstagabend Vertreter der einst an die Mauer grenzenden Gemeinden an deren Bau vor 48 Jahren.

 

Am Mahnmal an der Steinernen Brücke - der Grenze von Schönwalde-Glien und Berlin-Spandau - legten die Bürgermeister und politische Mandatsträger in Gedenken an die Opfer Blumen nieder.

Im Bereich der Mauer in Schönwalde starben zwei Menschen: Dietmar Schweizer, der fünf Tage vor seinem 19. Geburtstag am 16. Februar 1977 bei dem Versuch, in den Westen zu fliehen, umkam und der Grenzsoldat Ulrich Steinhauer. Der 24-jährige Gefreite der Volksarmee wurde am 4. November 1980 von einem Kameraden erschossen. Diesem gelang die Flucht in den Westen, wo er später wegen Totschlags von einem Berliner Gericht zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt wurde.

Es sei zwar gelungen, das trennende Bauwerk niederzureißen, sagte Spandaus Bürgermeister Konrad Birkholz. In den Köpfen und den Herzen vieler Menschen bestünde diese Mauer jedoch noch immer.. Umso erschreckender sei es, dass schon 20 Jahre nach dem Fall dieses Bauwerks selbst Abiturienten oftmals "nichts mehr damit anfangen" könnten, kritisierten die Bürgermeister.

Gleichzeitig stellten sie eine Broschüre mit Veranstaltungen zum 9. November, dem Jahrestag des Mauerfalls, vor.

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