Uwe Feiler besucht 13. Drescherfest in Staffelde

Gemeinsam mit Landtagskandidat Frank Bommert besuchte Uwe Feiler das 13. Drescherfest in Staffelde.

 

STAFFELDE - Zum 13. Mal veranstaltete Wirt Helmut Glanzer das Drescherfest. „Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team“, freute sich der Gastwirt und weiß, „dass man den Leuten nicht nur Essen und Getränke bieten kann. Sie wollen unterhalten werden“. Da muss sich Glanzer jedes Jahr „ein neues Highlight“ einfallen lassen. Mit Erfolg. Gut 100 Besucher fanden gestern den Weg „Zur Tenne“.

In diesem Jahr sollte die Dreschergemeinschaft aus Eich bei Worms den Besuchern eine nicht alltägliche Vorstellung bieten. Die drei jungen Männer zeigten, wie noch vor der Einführung von Maschinen das Getreide gedroschen wurde. Mit einem Dreschflegel wurde versucht, die Körner aus den Ähren zu schlagen. Wie schwer diese Technik für einen Laien zu beherrschen ist, konnten die Besucher auch selbst erfahren. „Es kommt auf den Rhythmus an“, erklärte Glanzer. Mit beiden Händen wird der Holzstiel festgehalten, an dessen vorderen Ende sich der in alle Richtungen frei bewegliche Dreschflegel befindet. „Ziel ist es, den Dreschflegel wieder so auf dem Getreide aufkommen zu lassen, wie er vorher aufgelegen hat“, erklärte Steffen Kunz, Mitglied der Dreschergemeinschaft Eich. Erst seit einem dreiviertel Jahr sind die drei als Drescher für Vorführungen tätig. Die drei Enkel von ehemaligen Dreschern sorgen dafür, dass die Menschen in ihrer Region einen Einblick in die traditionelle Dreschertätigkeit bekommen, die heute von großen, schweren Maschinen übernommen wird. Diese Tradition will auch Helmut Glanzer weiterleben lassen und ließ seine familiären Beziehungen spielen. „Mein Großneffe ist mit seinen beiden Drescherkollegen 650 Kilometer gefahren, um heute hier das traditionellen Dreschen vorzuführen.“ Danach führte die Staffelder Dreschergemeinschaft eine Dreschermaschine vor, die drei Wochen zuvor im Garten des Gasthofes aufgestellt worden war.

Drescherkönig wurde gestern Marko Stahnke aus Berlin-Blankenburg. Er hatte das Gewicht dreier Kornsäcke auf 114 Kilogramm geschätzt, sie wogen 115 Kilogramm. (Von Kristina Heidenreich)


 

Nach oben