Die Kinder bleiben da tagespflege Himmelpforts Ex-Kitaleiterin Petra Gumprecht nun selbstständig

 

Mehr Erwachsene als Kinder in der ehemaligen Kita Himmelpfort, das kommt nicht oft vor. Aber gestern zur Eröffnung der Tagespflege von Petra Gumprecht war es so.


Von Anke Dworek



 

HIMMELPFORT  Weder Mitglieder des einstigen Trägervereins „Sonnenschein“ noch Eltern wollten eine Schließung der Kita Himmelpfort zum Jahresende 2009 einfach so hinnehmen. So wurde mit vielen Verbündeten nach einer Lösung gesucht und die heißt nun: Tagespflege Petra Gumprecht. In den gleichen Räumen wie vorher werden nun die fünf Kinder, die auch bislang in der Kita waren, von der ehemaligen Kita-Leiterin betreut, aber eben unter ihrer privaten Regie. Die gesamte Kita-Ausstattung kann sie weiter nutzen.

Entscheidende Hilfe gaben CDU-Mitglieder: Landtagsabgeordneter Henryk Wichmann aus Lychen und Fürstenbergs Ortsverbandschefin Ilona Friedrich nahmen sich des Problems sofort an. Sogar der Generalsekretär der Brandenburger CDU, Dieter Dombrowski, und Kreistagsabgeordneter Uwe Feiler beratschlagten mit dem Himmelpforter Verein, wie dem Ort eine Kindereinrichtung erhalten bleiben kann. Wichmann lobte in diesem Zusammenhang auch den Landkreis Oberhavel, der der neuen Tagesmutter keine Steine in den Weg gelegt habe. In der Uckermark habe er das schon anders erlebt.

Der Verein ist in diesem Prozess sogar erstarkt, hat seit gestern 18 Mitglieder, weil Henryk Wichmann spontan seinen Eintritt erklärt hat. Neuer Vorsitzender ist Rene Kirscht: „Wir sind als Verein nun kein Kita-Träger mehr, wollen aber die gesamte Kinder- und Jugendarbeit in Himmelpfort unterstützen. Wir denken zum Beispiel an die Wiedereröffnung eines Jugendzimmers.“

Spenden nimmt der Verein jederzeit gern entgegen. Die erste gab’s gleich gestern. Die vier Stadtverordneten der Allianz für Fürstenberg und seine Ortsteile stellten ihr erstes Sitzungsgeld 2009 zur Verfügung.

Nach oben