Uwe Feiler beeindruckt vom Ev. Seniorenzentrum Kurt Bohm in Ketzin

Träger LAFIM plant Erweiterungen

Uwe Feiler beim Rundgang durch das Seniorenzentrum mit deren Leiterin Heike Voigt, Dorothee Welzel und Christel Zimmer von der CDU-Ketzin sowie LAFIM-Vorstandsvorsitzender Tilman Henke
Uwe Feiler beim Rundgang durch das Seniorenzentrum mit deren Leiterin Heike Voigt, Dorothee Welzel und Christel Zimmer von der CDU-Ketzin sowie LAFIM-Vorstandsvorsitzender Tilman Henke
Bei seinem Besuch des Ev- Seniorenzentrums „Kurt Bohm“ in Ketzin, eine Einrichtung der LAFIM-Gruppe, zeigte sich der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Oberhavel/Osthavelland Uwe Feiler sehr angetan von dessen Leistungsangebot, der dortigen Mitarbeiterzufriedenheit und vor allem der Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner. Die 87-jährige Gerda Rey, die seit vier Jahren im Rahmen des Betreuten Wohnens im Seniorenzentrum lebt, versicherte ihm, dass sie sich dort sehr wohl fühlt. 

LAFIM-Vorstandsvorsitzender Tilman Henke und die Leiterin des Seniorenzentrums Heike Voigt stellten Uwe Feiler das seit 1991 betriebene und im Jahr 2000 erweiterte Haus mit 42 Pflegeplätzen und 14 Plätzen für Betreutes Wohnen vor. Der großen Nachfrage vor allem in der Kurzzeitpflege könne derzeit aus räumlichen Gründen leider nicht nachgekommen werden. Deshalb seien Erweiterungsinvestitionen angedacht worden, so Henke. Personalengpässe gebe es zwar nicht, aber Sorge bereitet Voigt die geringe Bewerberzahl für die Ausbildung zur Fach- und zur  Hilfspflegekraft. Die Hauptursache liege nicht im Verdienst, sondern im „schlecht geredeten Image“ dieses Berufsbildes, so Henke. Natürlich seien Schicht- und Wochenenddienst, die körperlichen Anstrengungen und so manche Überbürokratie besondere Herausforderungen, aber der gelebte Teamgeist und Zusammenhalt sowie die den Mitarbeitern gegenüber gezeigte Flexibilität bei besonderen Anliegen würden von ihnen wertgeschätzt. Die täglich zu leistende Aufgabe und der der von den Bewohnern dafür erwiderte Dank seien große Motivation für die insgesamt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ketzin, so Voigt.

Henke und Voigt wiesen auch auf Pläne hin, das Haus gern eine Kita und einen Hort in das Haus zu integrieren, um den Mitarbeitern die Last bei der Vereinbarung von Familie und Beruf zu reduzieren, aber auch den Bedarf an Kita- und Hortplätzen in Ketzin besser befriedigen zu können. Christel Zimmer, CDU-Fraktionsvorsitzende in der Ketziner SVV, die Uwe Feiler begleitete, wies auf eine dort getroffene unterstützende Beschlusslage hin. Jetzt liege der Ball bei der Verwaltung.

Aufgrund der steigenden Belastungen für die Pflege sprach sich Uwe Feiler über die bisher von den Bundesministern Gröhe in der letzten und Spahn in der laufenden Legislaturperiode eingeleiteten Reformen hinaus für eine Fortsetzung des Systemwechsels hin zu stärkerem Einsatz von Steuermitteln für die Finanzierung der Pflege aus. Er sprach sich auch für eine stärkere Förderung der Familienangehörigen für die häusliche Pflege aus. Feiler kritisierte allerdings die mangelnde Förderung des Landes Brandenburg „bei der völlig unterfinanzierten ambulanten Pflege“. Hier sei Brandenburg Schlusslicht unter den Bundesländern. Er teilte die Auffassung von Henke, dass die generalistische Pflegeausbildung der richtige Schritt sei, dem jetzt noch eine einheitliche Bezahlung aller Pflegeberufe folgen müsse.

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