Uwe Feiler (CDU): „Ich liebe und lebe Europa.“

Uwe Feiler (Bildmitte) mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 6 b der Europaschule nach der Diskussion
Uwe Feiler (Bildmitte) mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 6 b der Europaschule nach der Diskussion
Als „überzeugter Europäer“ warb der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Oberhavel/Osthavelland Uwe Feiler bei seiner Diskussion mit Schülern der Klasse 6 b der Europaschule Falkensee und ihrem Klassenlehrer Joachim Kaiser für das „große Friedens- und Freiheitsprojekt. Dafür ist mir jeder Euro für Europa wert.“

Er stimmte aber dem Schüler Ben in seiner Auffassung zu, dass sich Europa reformieren müsse. Europa müsse sich fragen, ob alle Ausgaben sinnvoll seien, ob es sich um alles kümmern müsse. Für Uwe Feiler sind gemeinsame Verteidigungsanstrengungen, die Sicherung der Außengrenzen, die Entwicklungshilfe und gemeinsame Standards in Steuer- und Umweltpolitik wichtige Aufgaben der Europäischen Union. Dann seien die Kosten für Europa auch vertretbar. Europa koste jeden Bürger unterm Strich eine Tasse Kaffee täglich, rechnete Uwe Feiler vor. 

Die Schülerin Leni wollte vom CDU-Bundestagsabgeordneten wissen, ob er sich vor einem nochmaligen Terroranschlag in Berlin fürchte z.B. bei einem großen Konzert. Uwe Feiler antwortete, dass es die absolute Sicherheit zwar nicht gebe, er aber der Polizei und anderen Sicherheitsbehörden vertraue, dass sie alles tun, um solche Anschläge zu vereiteln. Er sprach sich dabei auch für eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze aus.

Marie, Emilia, Sophie, Antonia, Janis, Tra Mi und andere Schüler/innen hatten zum Teil sehr persönliche Fragen zu seiner Familie, seiner Freizeitgestaltung, wie Uwe Feiler zur Politik gekommen sei, wie es sich anfühle, Abgeordneter zu sein, ob er höhere Ämter anstrebe, wieviel er verdiene, wie die Woche in Berlin sich gestalte, wie sein Werbespruch „Gut. Besser. Feiler“ entstanden sei, warum Politiker so oft um den heißen Brei herumredeten. Zu letzterer Frage verwies er darauf, dass ein Politiker nicht auf alles eine Antwort wissen könne, er selbst es dann zugebe und verspreche, sich zu erkundigen und dann die geschuldete Antwort nachzureichen. Allerdings sehe auch er sich manchmal gezwungen, spontan eine vage Antwort zu geben.

Auf die Frage von Mariella, ob er auch manchmal gegen seine Partei stimme, antwortete Uwe Feiler: „Ich versuche, meine Fraktionskollegen zu überzeugen. Gelingt mir das nicht, schließe ich mich der Mehrheitsmeinung an. Wenn es allerdings um Belange meines Bundestagswahlkreises geht, dann stimme ich immer nach meiner Überzeugung ab.“

Annabelle fragte nach dem Umfang der Flüchtlingsintegration. Uwe Feiler erwiderte, dass zwischen Flüchtlingen, die vor Menschenrechtsverletzungen und vor Krieg fliehen von den unterschieden werden müsse, die aus wirtschaftlichen Gründen fliehen. Letztere müssten sofort in ihr Heimatland zurückgeschickt werden. Kriegsflüchtlinge müssten für die Dauer ihres Aufenthalts Deutsch lernen, eine Berufsperspektive erhalten, um dann bei ihrer Rückkehr in ihr Land dort beim Wiederaufbau helfen zu können. 

Bens Frage, ob er in der AfD eine Bedrohung für die Demokratie sehe, verneinte Uwe Feiler. Allerdings müsse man aufpassen, da „die AfD häufig als Wolf im Schafspelz auftrete“. Die AfD müsse inhaltlich gestellt werden. Er empfehle immer, sich die Debatten im Bundes- oder Landtag anzuschauen, bei denen sich die AfD ständig selbst entlarve, indem sie bewusst populistische Tabubrüche vornehme, aber nie Lösungen anbiete.

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