Uwe Feiler: „Meistern und Mastern bietet das Handwerk attraktive Karrierechancen“

Ab 1. August steigen die Leistungen des Meister-BAFÖG, das in Teilen als Förderung und als zinsgünstiges Darlehen gewährt wird. Darauf weist Uwe Feiler, Bundestagsabgeordneter für Oberhavel/Osthavelland und Landesvorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU Brandenburg (MIT), hin und betont in einem Gespräch mit dem Falkenseer Fleischermeister Sven Gädecke: „Für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes kommt es gleichermaßen auf die duale berufliche Bildung wie auf die akademische Bildung und das lebenslange Lernen an.“ Er begrüßt deshalb auch die bundesweit wachsende Zahl von Meistern, die einen Masterabschluss anstreben. Feiler: „Meistern und Mastern bietet das Handwerk vielfältige attraktive Karrierechancen.“

Sven Gädecke, der den Fleischereibetrieb in dritter Generation seit 1993 führt, teilt Feilers Einschätzung, bedauert aber, dass diese Karrierechancen noch von zu wenigen Schulabsolventen gesehen werden. Es gebe nach wie vor viele Vorurteile gegenüber dem Berufsbild des Fleischers. Diese abzubauen und ein positiveres Image aufzubauen, sieht er selbstkritisch gleichermaßen als Aufgabe des Fleischerhandwerks wie der Schulen. Gädecke würde gern statt einen noch 5 oder 6 weitere Lehrlinge zu Gesellen ausbilden, bietet deshalb zusätzlich zum Ausbildungsgehalt noch Kost und für die Langstrecken-Pendler zusätzlich Logis unter der Woche. Außerdem hofft er auf den einen oder anderen motivierten Gesellen, der dann auch den Meister anstrebt. Einfacher fällt es ihm, Auszubildende und Fleischereifachverkäufer und -verkäuferinnen für den Ladenverkauf und für sein zweites geschäftliches Standbein zu gewinnen, dem Catering-Service. Kritik üben Feiler und Gädecke gleichermaßen an der überbordenden Bürokratie. Gädecke: „Früher haben die Prüfer die Qualität im Betrieb kontrolliert, heute interessieren sich vor allem für die Bücher.“

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