Uwe Feiler, MdB fordert unbürokratische Lösungen zur Gewinnung von Arbeitskräften in der Landwirtschaft, um Grundversorgung weiterhin zu sichern

Angesichts der Corona-Pandemie und der durch die Bundes- und Landesregierungen getroffenen Maßnahmen erklärt der CDU- Bundestagsabgeordnete für Oberhavel und das östliche Havelland, Uwe Feiler: „Als Verbraucher sind wir in der Verantwortung solidarisch und besonnen zu handeln. Eine bedarfsgerechte und maßvolle Vorsorge ist wichtig. Es gibt aber keinen Grund für Hamsterkäufe. Diese sind nicht nur gegenüber anderen rücksichtslos und verbreiten Unsicherheit, sondern durch dieses Verhalten riskieren wir auch die Verschwendung von Lebensmitteln.“ Wir sollten alle gemeinsam an einem Strang zu ziehen und uns gegenseitig unterstützen, so Feiler, der auch Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft ist, weiter. 

Bei der Pressekonferenz zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf die Lebensmittel- und Ernährungsbranche betonte die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, am gestrigen Tag, dass unsere Versorgung in Deutschland mit Lebensmitteln gesichert ist. In schwierigen Zeiten wie diesen wird die Bedeutung einer flächendeckenden und starken Landwirtschaft im eigenen Land einmal mehr deutlich. Dank unserer Bauern werden in Deutschland Grundnahrungsmittel in ausreichenden Mengen produziert, sodass wir auf einen hohen Selbstversorgungsgrad bauen können. 

Um diese Versorgung auch weiterhin zu garantieren, müssen jetzt schnelle und unbürokratische Lösungen für Saisonarbeitskräfte gefunden werden, die aufgrund der vorübergehenden Grenzschließungen an der Einreise nach Deutschland gehindert werden. Diese werden dringend benötigt, damit Aussaat, Bestellung, Pflegearbeiten sowie auch Tierbetreuung und Ernte gewährleistet werden können. Die deutschen Grenzen müssen für Saisonarbeitskräfte offengehalten und Transitregelungen eingeführt werden. „Ermöglicht werden könnte dies durch eine Passierscheinregelung für ausländische Saisonarbeitskräfte, um die Durchreise durch Transitländer wie Österreich, Polen oder Ungarn zu ermöglichen“, so Uwe Feiler. 

 

Neben dem Einsatz ausländischer Arbeitskräfte gewinnt auch die Akquise einheimischer Kräfte in der Landwirtschaft derzeit an großer Bedeutung. Hier sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger gefragt, gemeinsam mit anzupacken und die Versorgung der gesamten Bevölkerung zu unterstützen. Dafür kommen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Betracht, die nicht unter die Risikogruppen fallen, die wegen Kurzarbeit nicht oder weniger arbeiten, aber auch Studentinnen und Studenten, Arbeitslose oder anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Um Anreize für die Helfer zu schaffen, sollten Nebeneinkünfte aus der Landwirtschaft z.B. zeitlich befristet nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet oder die 450€- Begrenzung für Minijobs flexibilisiert werden. 

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