Unternehmertum und Gründungskultur brauchen mehr politische Unterstützung

"webdesignbüro" aus Falkensee beeindruckt mich

Mathias Rehfeld und Stefanie Grothe stellen Arbeitsbeispiele vor
Mathias Rehfeld und Stefanie Grothe stellen Arbeitsbeispiele vor
 „Ist der Standort Falkensee attraktiv für Dienstleistungsunternehmer aus der IT-Branche? Darüber habe ich gestern mit den beiden Jungunternehmern Stefanie Grothe und Mathias Rehfeld gesprochen. Beide haben sich mit der Gründung ihrer Firma „webdesignbüro" vor rund zwei Jahren auf ganzheitliche Webauftritte und Social-Media-Marketing für Kunden aus dem Osthavelland spezialisiert. Im Oktober letzten Jahres konnten sie ihr Büro vom heimischen Wohnzimmer in einladende Büroräume in der Bahnhofstraße 2 in Falkensee verlegen. Ihre Bemühungen um öffentliche Wirtschaftsförderung haben sie dabei allerdings abgebrochen. „Die Bürokratiehürden waren einfach zu hoch, die Zeit haben wir dann lieber in die Kundenakquise investiert“, erzählt Mathias Rehfeld. Er vermisst einen „wirklichen Förderwillen“ für kleine Unternehmensgründungen seitens der öffentlichen Hand. Dabei sei der Markt für IT-Dienstleister in Falkensee und im Havelland da, dies bestätigen ihre bisherigen Erfolge. Um in Falkensee eine Gründerszene wie z.B. in Neubrandenburg zu entwickeln, brauche es dafür den Willen der Verantwortlichen in der Stadt und einen langen Atem. Kombinierte Angebote von Wohnen und Arbeiten unter einem Dach und ein attraktiver innerstädtischer ÖPNV bzw. von und nach Berlin müssten dafür geschaffen werden. Unternehmensgründer, zumal wenn sie von außen kommen, benötigten lokal aktive Netzwerke, um vor Ort einfacher Fuß fassen zu können.

Mich haben die beiden Jungunternehmer beeindruckt. Mir ist einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig es ist, für Unternehmertum und Gründungskultur zu werben. Dazu braucht es auch eine offensive Wirtschaftsförderung und einen noch entschiedeneren Bürokratieabbau.”

 

Nach oben