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19.10.2016, 14:25 Uhr
Uwe Feiler: „Ketziner BioRepro ist Referenz für die im Osthavelland schlummernde Innovationskraft“
Bei einem Besuch der BioRepro GmbH in Ketzin lobte der CDU-Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler „die Innovationskraft und den langen Atem“ des Unternehmens bei der Züchtung von medizinisch einsetzbaren Blutegeln in Deutschland.
Sabrina Feustel, Uwe Feiler und Detlef Menzel (von links im Vordergrund) beim Rundgang durch die Blutegel-Produktionsstätte
Ketzin/Havel - In Deutschland würden jährlich circa 350.000 Blutegel benö-tigt, beschreibt Detlef Menzel, verantwortlicher Leiter der Bio-Repro GmbH, den Markt. Sie würden unter anderem in der Un-fall- und Wiederherstellungschirurgie sowie im Bereich der Schmerzbehandlung z.B. bei Arthrose eingesetzt. Der Speichel der Blutegel enthalte viele verschiedene Proteine, die in ihrer Gesamtheit noch nicht erforscht seien. Bekannt seien aber, so Menzel, unter anderem schmerzstillende, entzündungshem-mende, antithrombotisch und blutgerinnungshemmend wir-kende Substanzen. „Eine standardisierte Zucht von Blutegeln sehen wir als Grundvoraussetzung an, um weitergehende For-schung bezüglich des Blutegelspeichels voranzutreiben. Die Zukunft wird in der synthetischen Herstellung der wichtigsten Komponenten des Blutegelspeichels liegen, um daraus neue Arzneimittel herzustellen“, unterstreicht Detlef Menzel Zweck und ambitionierte Ziele des 2008 von ihm mitgegründeten Un-ternehmens, das derzeit 10 Mitarbeiter/innen beschäftigt. Mit der 14. Novelle des Arzneimittelgesetzes im Jahre 2005 fielen Blutegel für den Einsatz in der Humantherapie unter den Begriff des Fertigarzneimittels. Um der Gesetzeslage zu ent-sprechen, ist die BioRepro GmbH dazu verpflichtet, sich um die Zulassung von Blutegeln als Fertigarzneimitteln zu bemü-hen. „Wir sind optimistisch, nach über 10 Jahren Forschung und demnächst abgeschlossener klinischer Studie im kommen-den Jahr als erstes Unternehmen die Fertigarzneimittelzulas-sung zu erhalten. Erst danach dürfen wir unsere qualitativ hochwertigen Blutegel in Deutschland verkaufen“, betont Bio-Repro-Forschungsleiterin Dr. Sabrina Feustel. „Ohne Unter-stützung privater Investoren sowie Fördermitteln der EU und des Landes wären wir heute nicht soweit“, ergänzt Menzel. Da eine Zulassung noch nicht erfolgt ist, werden momentan hauptsächlich importierte Egel in Deutschland verkauft. Davon nimmt die BioRepro GmbH jedoch Abstand, „weil das Infekti-onsrisiko durch den Einsatz von importierten Blutegeln, die in Gewässern gesammelt worden sind, nicht ausgeschlossen werden kann“, so Feustel. Uwe Feiler: „Ich bin überrascht, wie vielfältig medizinische Blutegel in der Humantherapie eingesetzt werden können. Ein - Arzneimittel, das die Patienten schont und zudem die Ge-sundheitskosten deutlich senken hilft.“ Feiler, der auch Lan-desvorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU-Brandenburg ist, weiter: „BioRepro ist zudem eine Referenz für das im Osthavelland schlummernde Innovations- und Wirt-schaftspotenzial.“
aktualisiert von Hans-Peter Pohl, 19.10.2016, 14:28 Uhr

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